Dolomiten und Österreich 2012
 

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 Nach einer zweijährigen Pause begannen wir bei trockenem Wetter
endlich wieder eine Tour.
Meine Begleitung, Frank mit seinem knapp 700cmm Quad.
Unser Ziel die Dolomiten, hierfür wählten wir eine schnelle aber
fast Autobahnfreie Anreise.
Am 31.5.2012 um 7:00h starteten wir voller Vorfreude.
Über Schleiden erreichten wir die B51, diese folgten wir über Prüm,
Bitburg, Trier, bis nach Mettlach.
Bei Merzig fuhren wir auf die A8 / 620 und konnten so Saarbrücken
schnell hinter uns lassen. Anschließend wieder auf die B51 wo wir
dann bei Sarreguemines in Frankreich einfuhren.
Bei Willerwald begannen wir uns für ein kleines Autobahnstück
auf die A4 bis nach Phalsbourg.
Weiter auf die N4 und D422, an Saverne vorbei bis nach Molsheim.
Rechter Hand, gut erkennbar der mir bekannte Elsass.
Um zügig voran zukommen befuhren wir nun das längste Autobahn Stück.
60 km auf der A35 bis nach Colmar, weiter auf der N415, wo wir
in Breisach am Rhein, in Deutschland einfuhren.
Ab Freiburg ging es zügig auf der B31 über Titisee bis nach Geisingen voran.
Kurz auf die A81 bis nach Singen, dort auf die B33 bis Konstanz.

Um 18:30h nach 662 km, war unser Tagesziel erreicht.

Im Zentrum von Konstanz fanden wir im Hotel Hirschen quartier.
Die Bike´s parkten in der Garage, nach einem Spaziergang am Hafen,
ließen wir uns draußen, am Hotel Hirschen unser Steak schmecken.
Nach einem reichhaltigem Frühstück, beglichen wir noch die Rechnung.
pro Person im DPZ, incl. Frühstück 55,-€


Wie gesagt, nach einem reichhaltigem Frühstück, um 9:00h setzten
wir unsere Tour fort. In Kreuzlingen fuhren wir noch bei trockenem
Wetter in die Schweiz ein. Auf der B13 entlang dem Bodensee, wo uns
dann in Höhe Arbon der Regen überraschte. Klar war, nun war Regenzeug
angesagt, also hinein in das Gummizeug.
In Lustenau fuhren wir nach Österreich ein, in Dornbirn über den
Schwarzenberg auf die B200 über Au und immer noch im Regen über
den Hochtannbergpass (1676m). Mit schlechter Sicht und in tief hängenden
Wolken überquerten wir den Flexen (1773m) und den Arlbergpass (1793).
Es war uns bekannt das die Silvrettahochalpenstrasse noch bis zum 7.6.12
geschlossen ist, also fuhren wir Richtung Landeck, an der Gabelung zur Silvretta
machten wir einen Tankstopp. Dort war es nun trotz einiger tief hängenden Wolken
meistgehend trocken und wir befreiten uns von unserem Regenzeug.
Entlang der B180 Richtung Reschenpass (1504m) nahmen wir uns noch das
Kurvenreiche Verbindungsstück zwischen Martina und Nauders mit.
Nach einer spaßigen Begegnung mit einem übereifrigem BMW Fahrer, fuhren
wir nach Italien ein. Vorbei am Reschensee, Glorenza bis nach Tubre und
dort in die Schweiz hinein. Bei guter Sicht überquerten wir den
Umbrailpass (2503m) und auf der Passhöhe erkannte nun auch Frank
begeistert die Schönheit der Berge.
Bei der Abfahrt fuhren wir wieder nach Italien hinein.

In Bormio suchten und fanden wir um 18:30h,
nach 354 km unsere zweite Schlafmöglichkeit.

Hotel Meuble Sertorelli Reit gelegen im alten Stadtkern von Bormio.
Top gepflegtes, neuwertiges Ambiente. Tiefgarage, Balkon, Minibar und Aufzug.
Leider kein Restaurantbetrieb, aber ansonsten Top.
pro Person incl. gutem Frühstück und allen Annehmlichkeiten 55,-€

Am Abend besuchten wir die sehr naheliegende Altstadt und ließen
den Abend genussvoll ausklingen.


Am 3.Tag endlich das gewünschte Kaiserwetter.
Um 9:00h waren wir bereit und starteten in einen wunderschönen Tag.
Über den Passo di Foscagno (2291m) und Passo di Eira (2209) kamen
wir nach Livigno, wo wir natürlich sehr günstig tankten.
Am Lago di Livigno vorbei fuhren wir für 9,-€ Gebühr in den 3,5km langen
Munt-la-Schera-Tunnel hinein und am anderen Ende in die Schweiz hinein.
Über den Ofenpass (2149) fuhren wir über die B28 nach Tubre wieder
nach Italien ein. Über Prad am Stilfser Joch ging es hinauf über
48 Kehren zum Stilfser Joch (2757). Bei dem obigen Aufenthalt
genossen wir die Sonne und die herrliche Aussicht.
Weiter ging es runter nach Bormio und rauf zum Gaviapass (2621),
auch dort war Frank vom Panorama überwältigt.
Nach diesem Schneebesuch folgten wir der engen, teils einspurigen
Passabfahrt. Zum Ausgleich folgte der schnell zu fahrende
Passo del Tonale (1884), nach diesem heißen Ritt :-) folgten wir der
B239 ins Trentinogebiet über den Passo Campo Carlo Magno (1682).

Ca.45 km vor dem Gardasee, in Tione di Trento checkten wir
nach 310 km um 18:00h am Ortsausgang gelegenem Hotel Dolomiti ein.

Empfang und Restaurant sehr schön erneuert, die Zimmer in den obersten
Etagen leider noch auf altem Stand. Abends speisten wir gut auf der
seitlich gelegenen Terrasse. Eine Unterstellmöglichkeit für die Mopped´s,
gab es leider nicht.
Trotz alledem für 27,-€ pro Person und einem gut gedecktem
Frühstücksbüffet, eine auszureichende Herberge am Rande der Strecke.


Am darauf folgendem Tag starteten wir Pünktlich um 9:00h.
Bei trockenen Verhältnissen fuhren wir über die B237 bis nach
Vezzano und ins einsame, kurvenreiche Monte Bondone.
Vor Trento ging es zurück nach Vezzano, dann am Lago di Molvena
vorbei, bis nach Mezzolombardo.
Über die B43 kamen wir zum Mendelpass (1363m), bei der Abfahrt
nach Bozen konnte man den Kalterer See erblicken.
Nach einer zügigen mir bekannten Ortsdurchquerung Bozens,
fuhren wir durchs Eggental und über den Nigerpass (1688m).

Um 16:30h nach 314 km kehrten wir in St.Konstantin,
im Gasthof zum Schlern ein.

Dort belegten wir für 3 Nächte ein geräumiges DPZ, Balkon,etc.
pro Person incl. Frühstück 35,-€
Den Abend verbrachten wir natürlich in den mir bekannten Gasträumen.
Bei einigen Bieren und Marillenschnaps kam mächtig Stimmung auf.


Am mittlerweile 5. Tag wollten wir eigentlich ohne Gepäck durchs
Sarntal hinauf zum Timmelsjoch.
Aber dieses Ereignis fiel sprichwörtlich ins Wasser.
Regen, Regen, und nochmals heftiger Regen.
Der Wetterbericht versprach nichts gutes, aber wir blieben.
Mit einem Besuch in Bozen, incl. einer Abenteuerlichen Busfahrt,
verbrachten wir den Tag. Am Nachmittag klärte es langsam auf und
wir wanderten noch fleißig zum Völser Weiher.
Abends wurde es wegen mehrfacher Marillenschnäpsen sehr lustig,
später weißte ich doch noch als Tourguide, Frank den Weg zum Zimmer.


Am darauffolgendem Tag, das bleiben hatte sich gelohnt.
Ein wenig frisch, aber trocken und die Sonne wollte durch.
Ein Tag war leider verloren, so entschlossen wir uns, nun ohne Gepäck
eine ausgiebige Sellarunde zu fahren.
Um 08:30h starteten wir über Seis, Kastelruth, St.Ulrich bis nach
Wolkenstein. Dann Sellajoch (2244m), Pordoijoch (2239m),
 Passo di Campolongo (1875m), Passo di Valparola (2197),
Passo di Falzarego (2105m), Passo di Fedaia (2057m), Canazei, Moena,
Passo di Pelligrino (1918m), Falcade, Voltago, Passo Forcella (1299m),
Passo di Cereda (1369m), Passo di Rolle (1970m), Passo di Valles (2033m),
nochmal über den Pelligrino bis nach Moena.
Anschließend über den Karerpass (1745m) und natürlich zum Karersee.
Über den Nigerpass (1688m) kamen wir wieder zum Schlerngebiet.
Mit einem Abstecher auf die Seiser Alm beendeten wir den Tag.

Um 19:30h nach 410 km trafen wir in unserer Herberge ein.
An diesem Tag bewältigten wir ohne Regen 14 Pässe, davon 6 Stk. über 2000m.
An diesem Abend war im Gasthof zum Schlern Ruhetag, wir begannen
uns hinunter zum Campingplatz und speisten im hiesigen Restaurant.
Auf der Terrasse beobachteten wir das Alpenglühen des Schlerns,
als es dann zu frisch wurde, wärmten wir uns im Lokal mit einigen
Marillenschnäpsen auf.


Am 7. Tag setzten wir unsere Tour, mit Gepäck, bei trockenem
Wetter um 09:00h fort.
Über Seis, Kastelruth, St.Ulrich, Wolkenstein erreichten wir das
Grödner Joch (2137m), über den Campolongo und Falzarego erreichten
wir Cortina d´Ampezzo. Am Misurina See fuhren wir durchs Höhlensteintal
bis nach Toblach, dort überquerten wir gegen 14:00h die Grenze
nach Österreich. Über den Kartitscher Sattel (1525m) durchs schlecht
asphaltierte Lesachtal kamen wir nach Kötschach-Mauthen.
Nun folgten wir der Ausschilderung Großglockner, kurz vor Heiligenblut
berappten wir 22,-€ Maut. Diese nutzten wir und besuchten die
Kaiser Franz-Josefs-Höhe (2369m), Hochtor (2576m),Fuscher Törl (2394m)
und die Edelweißspitze (2587), dort wurde uns ein wahnsinniges
Panorama geboten und Frank sprudelte nur so vor Glück.

Hier Großglockner Webcams.

Nach einer atemberaubender Abfahrt fanden wir um 18:00h nach 356 km
in Fusch a.d. Großglocknerstr. unsere nächste Bleibe.

Hotel Landgasthof Wasserfall
pro Person incl. Frühstück 35,-€, Restaurant im Hause, Wellness,
Balkon, Internet, gute Ausstattung.


Nach dem Frühstück, waren wir um 9:00h bereit zur Weiterfahrt.
Die Sonne lachte, über Zell am See, Mittersill kamen wir zum
Gerlospass (1507m) und den Krimmler Wasserfällen.
Für die Gerlosalpenstrasse berappten wir 5,-€ Maut.
Im Zillertal fuhren wir in Aschau bis nach Ried für 4,-€ Maut
über die Zillertaler Höhenstrasse.
Anschließend am Achensee wurde im Gras eine ausgiebige Rast gemacht.
Am Achenpass fuhren wir über die Grenze zur BRD, vorbei am
Sylvensteinsee bis nach Vorderriß, wo wir für 3,-€ die Mautstrecke
entlang der Isar bis nach Wallgau folgten.
Hinter Mittenwald am Scharnitzpass fuhren wir wieder nach Österreich.
In Zirl fand ich leider die Abbiegung zum Kühtaisattel nicht und wir
landeten bei gefühlten 30° mitten in Innsbruck. Nach einer hektischen,
einstündigen Irrfahrt waren wir dann auf dem richtigen Weg.

In Gries im Sellrain buchten wir uns um 18:00h nach 320 km
im Sporthotel Antonie ein DZ mit Balkon.
Hierfür bezahlten wir pro Person 40,-€ incl. üppigem Frühstücksbüffet.
Ein Außenschwimmbad und eine Sauna sind vorhanden.
Nach dem Bezug des geräumigen DZ, ließen wir den Abend auf der
Terrasse gemütlich ausklingeln.


Am vorletzten Tag, wieder gutes Wetter und bei Sonnenschein
führten wir unsere Tour um 9:00h fort.
Es folgte der Kühtaisattel (2017m) bis nach Oetz.
Von dort über Imst wo wir dann kurz hinter Landeck uns an der
Gabelung Richtung Silvretta hielten.
Die Beschilderung sagte uns Silvretta pünktlich geöffnet.
Hinter Galtür berappten wir um 11:03h 11,-€ Maut.
Auf der Bieler Höhe (2036m) genossen wir nochmals ein
herrliches Panorama bei bestem Sonnenschein.
Die 32 Kehren bis hinunter nach Partenen wurden zum Genuss.
Wir folgten der Strasse bis nach Bludenz, von dort durch
das große Walsertal und übers Faschinajoch (1486m).
Nun kehrten wir zum Rückreisepunkt nach Au auf die B200, am
Schwarzenberg kurz vor Dornbirn überraschte uns ein Gewitter.
Nach einem kurzen Stopp unter einem Unterstand fuhren wir nach Dornbirn.
Wir wählten die selbe Strecke wie auf der Anreise und fuhren in Lustenau
in die Schweiz hinein und am Bodensee entlang.
Wieder am Bodensee kam der nicht gewünschte Regen und
wir schlüpften in unser Regenzeug.
In Kreuzlingen fuhren wir zur BRD hinein, über Singen, Donaueschingen,
erreichten wir Titisee.

Nach 435 km um 18:00h fanden wir im Gasthof Rehwinkel am Titisee
unsere letzte Herberge.
Für 32,-€ pro Person übernachteten wir im Obergeschoss mit mehreren
Schlafmöglichkeiten inklusive einem Scheewittchenzimmer.
Frank weiß warum ich darüber lach. :-)
Nach einem Seebesuch genossen wir uns noch beim Wirt, in der
viel zu warmen Wirtsstube nur einen Absacker.


Nun war er gekommen, der 10 und der letzte Tag.
Bei Sonnenschein traten wir um 9:00h nach einem freundlichen Frühstück
unsere Heimreise an.
Frank auf seinem Kübel und ich auf meinem Bike, wir wählten die selbe Strecke.
Freiburg, Colmar, Selestat,
Saverne, Sarreguemines, Saarbrücken,
Mettlach, Trier, Prüm, Schleiden.

Um 17:30h trafen wir nach 564 km trocken zu Hause ein.

In den 10 Tagen hatte wir jede menge Spaß und ich vermute das
Frank die Schönheit der Alpen mittlerweile zu schätzen weiß.

Mit einem Regentag waren wir 9 Tage in herrlichen Gegenden unterwegs
und spulten insgesamt 3735 km ab.

Bis zum nächsten Reisebericht wünschen wir immer genügend Grip und allzeit gute Fahrt.